San Daniele del Friuli 

Kunst/Kultur

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Der Schinken von San Daniele

 

In der kleinen Stadt San Daniele del Friauli dreht sich alles um die Schinkenproduktion. Doch der "San Daniele" ist nicht einfach nur irgendein Schinken, das begehrte Siegel will verdient sein. An erster Stelle steht auch in Italien das Gesetz (wenngleich man es ändern kann, wenn man es gerade anders braucht).

Und das Gesetz verlangt, dass der Schinken nur aus frischen Keulen von gesunden, in Italien gezüchteten Mastschweinen stammen darf.

Ihr Futter, Molke und Getreide, so das Gesetz weiter, muss aus ökologisch einwandfreiem Anbau kommen. Nur dann erhält der Schinken, der noch den ganzen Beinknochen, Spitzfuß genannt, haben muss, das Siegel der "Geschützten Herkunftsbezeichnung".

Die ganz spezielle Luft im Tagliamento-Tal, wo die lauen Winde der Adria auf die rauen Stürme der Berge treffen, gibt dem San-Daniele-Schinken seine Raffinesse. In großen, luftigen Häusern aufgehängt, trocknet er mindestens ein Jahr und einen Monat,

bevor der Prüfer die langen Reihen abgeht, drückt, schnüffelt, schaut und schließlich mit einer aus  Pferdeknochen geschnitzten Nadel jeden einzelnen

ansticht. Erst wenn das Aroma des Inneren Gnade findet vor seiner Nase, ist der Schinken bereit zur Auslieferung: in die weite Welt, an einen der vielen Läden im Ort oder direkt auf die Tische der Restaurants, wo der Luftgetrocknete, in hauchdünne Scheiben geschnitten, adrett auf den Tellern arrangiert wird.

 

In der letzten Augustwoche findet die Aria di Festa statt. Dann stellen die Schinkenproduzenten an Verkaufsständen ihr Ergebnis vor, Musik wird gespielt, Ausstellungen werden hergerichtet und der ganze Ort ist zusammen mit Hunderttausenden von Besuchern in Festlaune und verspeist Berge des "San Daniele".

 

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