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Venzone
Venzone
liegt 7 km nördlich von Gemona, an der engsten Stelle (Klause) des
Tagliamento-Tales. Die Stadt wird mit ihrer mittelalterlicher
Erscheinung auch als "Rothenburg Italiens" gerühmt.
Der
Name Venzone wird das erste Mal im Jahre 923 n. Chr. erwähnt: Clausas
de Albiciones. Später wird daraus Aventinone, Avenzon,
Avenzono und Venzone. Die Bezeichnung leitet sich zweifellos aus
"av – au" = "Flußlauf" ab; dies bezogen auf
den Bach names Venzonassa, der hier in den Tagliamento mündet. Das
erste offizielle Dokument, in welchem die Stadt Venzone genannt
wird, stammt jedoch aus dem Jahre 1001. Es handelt sich um eine
Urkunde des Kaisers Otto III., in welcher dem Patriarchen von
Aquileija die Wiesen im Canal del Ferro zugesprochen werden;
dies
war ein weites, von Grasland bedecktes Gebiet, für die Viehzucht
geeignet und somit wertvoll.
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Das
übrige friaulische Flachland bestand zu dieser Zeit im
wesentlichen aus Wäldern und Sümpfen.
Im
Jahre 1258 begann der damalige Stadtherr Glizoio von Mels mit dem
Bau der Befestigungen; er ließ einen doppelten Mauergürtel
erstellen, welcher von einem tiefen Graben umgeben war. In diesen
leitete man die Wasser der Venzonassa. Die Umrisse des
Mauergürtels waren sechseckig mit ungleichen Seiten. Die Mauern
von 8m Höhe und 1,50m Breite waren durch 15 Türme verstärkt.
- 1351 wurde Venzone dem österreichischen Herzog Albrecht II. zu
Lehen gegeben;
- 1381 wurde es freie Stadtrepublik mit Stimmrecht im friaulischen
Parlament.
- 1420 kam es zur Republik Venedig. In dieser Zeit erreichte
Venzone den Höhepunkt seiner Stadtentwicklung. Das Aussehen
vieler Paläste mit ihren unterteilten Fenstern im venezianischen
Stil (bifore und trifore) wurde hier geprägt.
In dieser Periode begann jedoch auch der Niedergang, welcher durch
räuberische Einfälle der Türken beschleunigt wurde.
- Im 16. Jahrh. war der Ort wiederholt zwischen Deutschen und
Venezianern umkämpft;
- 1797 wurde Venzone von den französischen Truppen Napoleon
Bonapartes besetzt, jedoch nach dem Frieden von Campoformido an
Österreich übergeben;
- 1866 wurde die Stadt nach einer Volksbefragung Teil des neuen
geeinten italienischen Staates;
- 1965 zum Nationaldenkmal erklärt, womit seine geschichtliche
und künstlerische Wichtigkeit anerkannt wurde.
Mai
und September 1976: Erdbeben in Friaul; die Stadt wird fast vollständig
zerstört; inzwischen weitgehend wieder aufgebaut nach dem
Grundsatz "dov’era e com‘ era" (wo es war und
wie es war), also einer historisch getreuen Rekonstruktion.
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